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Was sind Webbugs?

Webbugs (auch Zählpixel) sind kleine Bilddateien, welche in eine Webseite eingebettet werden, um Zugriffe auszuwerten

Oft wird die oben angeführte Frage an uns herangetragen, was denn genau Webbugs sind. Die Vermutungen gehen dabei von Fehlern im Internet bis hin zu Virenähnlichen kleinen Programmen. Aber weit gefehlt. Webbugs sind sehr kleine Bilddateien und werden oft auch Zählpixel genannt.

Andere Begriffe sind auch noch Tracking Pixel oder Webwanze. Diese werden in eine html-Seite so eingebettet, dass sie nicht sichtbar sind, dennoch aber geladen werden. Der Name Tracking Pixel bzw. Zählpixel kommt daher, dass die Dateien meist eine Größe von 1 Pixel x 1 Pixel haben.

Unsichtbar sind sie, weil das Pixel entweder transparent ist oder die Farbe des Hintergrunds hat.

Das Nachladen dieser Bilddateien wird von einem Server mitgeloggt und aufgezeichnet. Durch das Auswerten dieser aufgezeichneten Statistiken kann dann erkannt werden, ob und wie oft diese Webseiten aufgerufen werden oder mit welchem Browser diese aufgerufen werden.

Durch die Auswertung bekommen Sie viele Infos

Weitere Informationen, die ausgewertet werden, sind IP-Adresse, Browser, Betriebssystem, Uhrzeit, Aufenthaltsdauer, Referrer, usw. Diese Daten werden über einen längeren Zeitraum gesammelt und es können auf diese Weise wiederkehrende Besucher genauso erfasst werden, wie auch der zeitliche Verlauf der Besuche.

So verwendet u.a. Amazon diese Methode, um eine Statistik zu erstellen, wie oft ein Angebot des Partnerprogramms den Besuchern angezeigt wird. Daraus lassen sich dann CTR Rate und andere nützliche Werte berechnen.

Aber auch für Bannerwerbung oder andere Werbeformen ist das Zählpixel ein nützliches Instrument, um die Performance der Werbemittel bewerten zu können.

Webbugs werden auch in E-Mails verwendet

Sehr beliebt sind Webbugs auch bei HTML-E-Mails. So kann mitverfolgt werden, welche Nutzer E-Mails öffnen und damit lesen. So kann ein Newsletterversand oder aber auch eine Bestellbestätigung mitverfolgt werden. Es lassen sich Statistiken bilden, wieviel Prozent der Empfänger die E-Mail geöffnet haben und folgende Kampagnen können basierend auf diesen Daten abgeändert und verbessert werden.

Ein kleiner Nachteil dieser Methode ist dabei, dass Nutzer durch den Rost fallen, welche diese Bilddateien nicht nachladen, weil Sie die Nutzung von HTML in Ihrem Mailprogramm deaktiviert haben, bzw. das Nachladen von Bilddateien oder anderen Grafiken deaktiviert haben. Diese fallen in der Statistik in jene Gruppe, welche die E-Mail nicht geöffnet hat.

siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Z%C3%A4hlpixel