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Sicherheit - Digitale Währungen

Was man über die Internetsicherheit wissen sollte wenn man Kryptowährungen nutzt.

Die Zahl der Menschen, die Kryptowährungen nutzen, steigt von Tag zu Tag. So auch, wenn man sich die Zahlen der Unternehmen ansieht, die nun digitale Währungen akzeptieren. Jedoch hat die steigende Popularität auch einen Nachteil: Cyberkriminelle werden fast schon magisch angezogen, die sodann versuchen, die digitalen Coins zu stehlen. Denn leider ist es im World Wide Web genauso wie im realen Leben: Es genügt am Ende eine Unachtsamkeit, schon hat der Kriminelle zugeschlagen und ist mit der Beute verschwunden - man muss also stets vorsichtig sein.

„ZoneAlarm“, ein Firewall-Spezialist, rät etwa, dass bei Verwendung von Bitcoins unbedingt auf die Sicherheit geachtet werden sollte. Denn spezielle Hesperbots wie Trojaner sollten keinesfalls unterschätzt werden - Cyberkriminelle werden nämlich immer klüger und trickreicher. Um sich also vor Diebstahl zu schützen, sollte man ein paar Regeln befolgen.

Bitcoin-Preishistorie - ein ständiges Auf und Ab

Bei Kryptowährungen handelt es sich um virtuelles bzw. digitales Geld. Es gibt keine Münzen und keine Scheine. Das Geld, beispielsweise der Bitcoin, wird von einem Computer erzeugt - sozusagen „geschürft“ bzw. „gemined“, sofern komplexe mathematische Berechnungen erfolgreich durchgeführt worden sind. Der Bitcoin, die wohl bekannteste Kryptowährung, ist auch jene digitale Währung, die besonders häufig von den Cyberkriminellen ins Visier genommen wird. Das bedeutet aber nicht, dass man automatisch weniger Sorge vor Kriminellen haben muss, nur weil man mit Ether, Litecoin oder Ripple arbeitet.

Bitcoin und Co. werden aber nicht nur als Währungen gesehen, sondern auch als Spekulationsobjekte. Denn die Volatilität des Kryptomarktes ist ausgesprochen hoch - und ist somit Fluch und Segen zugleich. Wer etwa über Bitcoin Code spekuliert, der kann bei entsprechender Marktentwicklung, sofern diese im Vorfeld richtig vorhergesagt wurde, sehr hohe Gewinne verbuchen. Entwickelt sich der Markt jedoch nicht wie gewünscht, so sind hohe Verluste vorprogrammiert.

Die letzten Jahre haben gezeigt, dass der Bitcoin-Preis immer wieder nach oben klettern wie nach unten abstürzen kann. Das beste Beispiel mag hier der Zeitraum Anfang 2017 bis Ende 2018 sein: Lag der Bitcoin-Preis Anfang 2017 noch bei rund 1.000 US Dollar, so wurde im Dezember, also gerade einmal zwölf Monate später, das Allzeithoch aufgestellt. Der Bitcoin lag auf einmal bei knapp 20.000 US Dollar. Wenig später folgte der Absturz in Richtung 10.000 US Dollar - Ende 2018 betrug der Wert eines Bitcoins noch um die 3.000 US Dollar. Anfang 2019 folgte das Comeback - bis Juni 2019 marschierte der Bitcoin-Preis in Richtung 14.000 US Dollar. Im November lag der Preis bei 6.500 US Dollar, im Februar 2020 bei über 10.000 US Dollar.

Wie man sich vor Hackerangriffen schützt

Aufgrund der Tatsache, dass digitale Coins über Kryptobörsen oder über spezielle Marktplätze gekauft werden, ist es wichtig, sich hier einmal im Vorfeld einen Überblick zu verschaffen, ob es überhaupt eine seriöse Börse bzw. ein seriöser Anbieter ist. Hier helfen etwa Test- wie Erfahrungsberichte im Netz weiter. Ist man überzeugt, es handelt sich um einen seriösen Anbieter, so folgt sodann die Registrierung.

Nun können die erworbenen Coins direkt bei der Börse gelagert werden, man kann die Coins aber auch in eine Offline Wallet transferieren. Die Wallet, das digitale Portemonnaie, wird benötigt, um die gekauften Coins aufzubewahren.

Bleiben die Coins in der Online Wallet zurück, so mag das zwar ein Vorteil sein, da man von überallaus auf seine Coins zugreifen kann, jedoch darf man nicht vergessen, dass das auch Cyberkriminelle können. Hackerangriffe auf Börsen sind leider keine Seltenheit. Diese Wallets werden auch als Hot Wallets bezeichnet. Sie sind jene Geldtaschen, die direkt mit dem Internet verbunden sind. Es gibt mehrere Varianten davon. Zu den wohl bekanntesten gehören: Online Wallets von blockchain.info, Greenbits (Wallets für das Handy) oder die Software Wallets (Electrum). Auch, wenn die Aufbewahrung dort praktisch ist, empfehlen Experten, die Lagerung von hohen Summen unbedingt auf die sogenannten Cold Wallets umzulagern. So können Investoren sicher sein, dass keine Hacker die investierten Summen einnehmen können.

Eine Alternative stellen sogenannte Crypto USB-Sticks (auch als Cold Wallets bezeichnet) dar - beispielsweise von Ledger. So wird der Bestand direkt auf den externen Stick übermittelt, sodass Hackerangriffe bzw. Diebstahl unmöglich werden.

Dadurch, dass hierbei die Datenübertragung direkt auf die Keys erfolgt, können sich Investoren sicher sein, dass niemand einen Hackerangriff plant. Nichtsdestotrotz haben die physischen Wallets einen Nachteil. Immerhin können die Zugriffe auf die eigenen Kryptowährung-Bestände nicht von überall aus erfolgen. Wer ständig unterwegs ist, der wird sich höchstwahrscheinlich gegen das Offline-Wallet entscheiden – wenngleich, es viel sicherer ist.

Bei den Cold Wallets gibt es auch verschiedene Formen, dazu gehören unter anderem:

  • Paper Wallets (bei dieser Variante wird ein Adresspaar auf ein Stück Papier gedruckt. Die Adresse wird dann von einem Gerät, das offline arbeitet, generiert).
  • Hardware Wallets

Zusammengefasst bedeutet das, dass es sinnvoll ist, große Mengen von Kryptowährungen immer auf den physischen Wallets (Cold Wallets) zu lagern. Wer möchte, der kann auch einen Teil auf den Hot Wallets lagern, auf die er dann jederzeit zugreifen kann. Die großen Mengen aber werden sofort auf das Cold Wallet transferiert.

Updates runterladen und installieren

Beschäftigt man sich also mit digitalen Währungen, so sollte man vorsichtig sein und zudem ein paar Regeln beachten, damit man nicht Opfer eines Cyberangriffs wird. Vor allem geht es auch darum, seinen Rechner in regelmäßigen Abständen zu überprüfen. Updates, die beispielsweise von Windows zur Verfügung gestellt werden, mögen zwar hin und wieder zeitintensiv sein, sorgen jedoch für die entsprechende Sicherheit, da so dadurch Sicherheitslücken behoben werden. Allgemein sollte man sich vor der Investition über all die Gefahren, die mit dem Handel der Kryptowährungen einhergehen, informieren. Dann kann man mit etwas Glück und einem guten Händchen für diese Investitionsart sehr viel Geld erhalten.