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Taktische Taschenlampe

Welche Taschenlampe benutzt die Polizei, Feuerwehr oder Sicherheitskräfte?

Taschenlampen sind ein vielseitig einsetzbares Hilfsmittel und wahrscheinlich auch in jedem Haushalt vorhanden. In zahlreichen Situationen sind aber besonders leistungsfähige Lampen mit flexiblen Leuchtmodi und stabiler Bauweise erforderlich. Solche taktischen Taschenlampen werden regelmäßig von Armee, Polizei, Sicherheitskräften, Feuerwehr oder Jägern eingesetzt. Auch für zahlreiche Freizeitaktivitäten im Outdoor-Bereich können taktische Taschenlampen eine unschätzbare Hilfe sein.

Was unterscheidet aber die herkömmliche Taschenlampe von der Taktischen und auf was muss besonders geachtet werden. Eine gute und flexibel einsetzbare Taschenlampe muss eine Reihe von Kriterien erfüllen.

Taschenlampe was ist wichtig

Die Qualität einer Taschenlampe lässt sich anhand diverser Merkmale beurteilen. Neben der Leuchtstärke, welche in Lumen angegeben wird, ist die LUX-Zahl eine wichtige Kennziffer. Sie gibt Auskunft darüber, wie weit eine Taschenlampe leuchten kann. Das Verhältnis zwischen Lumen und Lux bestimmt, welche Form der Lichtkegel einer Taschenlampe hat. Ein hoher Lumen-Wert bei einem gleichzeitig geringen LUX-Wert bedeutet, dass der Lichtkegel breit und stark gestreut ist. Solche Lampen eignen sich z. B. zur Orientierung. Ein hoher LUX-Wert signalisiert hingegen, dass der Lichtstrahl gebündelt ist und eine hohe Reichweite besitzt.

Ein zweites wichtiges Qualitätsmerkmal ist die Konstruktion und Verarbeitung der Taschenlampe. Die Verwendung eines stabilen Materials und eine hochwertige Verarbeitung sorgen dafür, dass die Lampe Stößen widerstehen kann und länger funktionsfähig bleibt. Generell ist ein Metallgehäuse vorzuziehen, da es robuster ist und durch seine Wärmeleitfähigkeit die Lebensdauer der Leuchten im Durchschnitt verlängert. Soll eine Taschenlampe vorzugsweise im Freien eingesetzt werden, ist es wichtig, dass eine ausreichende Wasserfestigkeit vorliegt. Die Einstufung von PPX0 (kein Schutz vor Wasser) bis IPX9 (Druckwasserdicht) gibt Auskunft über die Wassertauglichkeit der Lampe.

Eine zuverlässige Taschenlampe sollte über eine angemessen lange Betriebsdauer verfügen. Die jeweilige Lichtstärke hat großen Einfluss auf die Leuchtdauer. Wie lange die Lampe auf der niedrigsten Stufe leuchten können muss, hängt von den jeweiligen Anforderungen ab. Eine Leuchtdauer zwischen fünf und zehn Stunden ist für die meisten Anwendungsbereiche ausreichend. Lampen, die über längere Zeit hinweg unter Bedingungen eingesetzt werden sollen, die kein Aufladen bzw. keinen Batteriewechsel zulassen, sollten eine mögliche Betriebsdauer von 20 bis 30 Stunden aufweisen. Gute taktische Taschenlampen können auch bei maximaler Leuchtkraft über mehrere Minuten hinweg leuchten, ohne an Leistungsfähigkeit zu verlieren.

Was bedeutet taktische Taschenlampe

Taktische Taschenlampen müssen eine große Zahl an Anforderungen erfüllen. Sie verfügen über hohe LUX- und Lumen-Werte und können zwischen unterschiedlichen Leuchtmodi wechseln. Sie sind Hybridlampen, welche breite Lichtkegel (Flood-Funktion), enge, weite Lichtkegel (Throw-Funktion) und verschiedene Abstufungen dazwischen einsetzen können. Die Leuchtstärke lässt sich an unterschiedliche Anwendungsbereiche anpassen. Zusätzlich können Nutzer mit ihnen auf Knopfdruck Notsignale aussenden und etwaige Angreifer mit einer separaten Stroboskop-Funktion blenden.

Taktische Taschenlampen weisen eine robuste Bauweise auf und können zum Einschlagen von Fenstern und zur Abwehr von Angriffen eingesetzt werden. Sie müssen zu einem gewissen Grad wasserdicht sein und sollten auch nach längerem Einsatz und heftigeren Stößen zuverlässig funktionieren. Sie sollten leicht zu handhaben sein und sich idealerweise mit einer Hand bedienen lassen. Die Tasten sind oftmals doppelt belegt und lassen sich eigenen Wünschen entsprechend programmieren. Akkus und ein eigenes Ladegerät garantieren eine lange Einsatzdauer und ermöglichen ein schnelles Aufladen.

Welche Taschenlampe hat die Polizei

Die dienstlich bereitgestellten Taschenlampen der Polizei variieren von Bundesland zu Bundesland. Oftmals gibt es in einem Bundesland auch zwischen den einzelnen Behörden Unterschiede. Aktuell verwendete Modell sind u. a. die Nextorch TA5 Guardian LED-Taschenlampe sowie verschiedene Modelle der Marke Maglite. Zusätzlich beschaffen sich viele Polizisten eigenständig Taschenlampen für den dienstlichen Gebrauch.

Weil die Taschenlampe eines Polizisten in vielfältigen Situationen zum Einsatz kommen muss, ist Multifunktionalität von großer Bedeutung. Eine hohe Leuchtkraft sowie eine hohe Leuchtweite sind Grundvoraussetzung. Die Flood-Funktion erlaubt das effektive Absuchen eines Geländes bei Nacht. Mit der Throw-Funktion können Details und weit entfernte Objekte beleuchtet werden. Ein wichtiger Aspekt ist die gute Bedienbarkeit der Lampe in Stress- und Ausnahmesituationen. Es ist nicht unüblich, dass Polizisten mehrere Taschenlampen für unterschiedliche Aufgabenbereiche mitführen.

Vorteil Led Taschenlampe

LED-Leuchten sind energiesparender als herkömmliche Lampen. Eine LED Taschenlampe kann daher für eine längere Zeit betrieben werden, ehe ein Batteriewechsel notwendig wird. Gleichzeitig besitzen LEDs eine längere Lebensdauer. Eine gute LED-Leuchte kann auf bis zu 50000 Betriebsstunden kommen. Ein wichtiger Vorteil von LEDs ist ihre enorme Leuchtkraft. Konventionelle Taschenlampen können mit den extrem hellen LED-Leuchten in modernen Taschenlampen nicht mithalten. Auch kleinere LED Taschenlampen können beträchtlichen Lumen-Werte aufweisen. Zusätzlich sind LEDs unempfindlicher gegenüber Stürzen und Stößen.

Wie viel Lumen sollte eine Taschenlampe haben

Eine vielseitig einsetzbare Taschenlampe sollte mindestens über 250 Lumen verfügen. Taktische Taschenlampen besitzen deutlich höhere Werte. Lumen-Werte im Bereich zwischen 1000 und 3000 können von vielen Modellen erreicht werden. Höhere Werte sind möglich. In den meisten Situationen ist eine Leuchtkraft von maximal 1000 Lumen ausreichend. Hohe Lumen-Werte werden für bestimmte Aufgaben, wie beispielsweise das Blenden von Angreifern und das Ausleuchten größerer Bereiche benötigt.

In der Betrachtung der Lumen-Werte müssen einige Dinge berücksichtigt werden. Ein hoher Lumen-Wert allein sagt nicht alles über die Leuchtkraft einer Taschenlampe aus. Die Verarbeitung und die durchschnittliche Betriebsdauer sind von großer Bedeutung. Glasscheiben sind robuster und verkratzen nicht so leicht wie Kunststoffscheiben. Das ist wichtig, weil sich Kratzer negativ auf die Leuchtkraft auswirken können. Abhängig von der Bauart kann ein Parabolspiegel den nach hinten geworfenen Teil des Lichtes bündeln und nach vorne werfen, was die Leuchtkraft der Taschenlampe erhöht. Ferner ist es wichtig, über welchen Zeitraum hinweg eine Taschenlampe ihre Leuchtkraft einsetzen kann. Die meisten Lampen können nur für wenige Minuten mit maximaler Intensität leuchten, ehe ihre Batterien/Akkus zur Neige gehen.

Wozu eine Stroboskop Taschenlampe

Im Stroboskop-Modus erzeugt eine Taschenlampe schnell aufblitzende Lichtblitze. Dieser Modus ist zur Selbstverteidigung gedacht. Ziel ist es, einen Angreifer durch die schnelle Abfolge von Licht und Dunkelheit zu blenden und zu desorientieren. Auf diese Weise geblendete Personen brauchen nach Beendigung des Leuchtens eine gewisse Zeit, um ihre volle Sehfähigkeit wiederzuerlangen. Stroboskop Taschenlampen können einen Angreifer außer Gefecht setzen, ohne körperliche Verletzungen zuzufügen. Für einen wirkungsvollen Einsatz des Stroboskop-Modus muss eine Lampe wenigstens 600 Lumen aufweisen.

Taschenlampe mit Grünlicht

Grünlicht ist vor allem für Taschenlampen, die für die Jagd gebraucht werden, von Bedeutung. Viele Tiere können Licht, welches Wellenlängen besitzt, die sich zwischen 550 und 700 nm bewegen, nicht von der normalen Umgebung unterscheiden. Innerhalb dieses Spektrums weist Grünlicht die höchste Reichweite und den stärksten Kontrast auf. Aufgrund seiner ausgeprägten Kontraststärke eignet sich Grünlicht, um bei Nacht gut sehen zu können. Das menschliche Auge nimmt Objekte im Grünlicht empfindlicher wahr.

Taschenlampenholster

Taschenlampenholster erlauben das bequeme Tragen einer Lampe am Körper. Je nach Design ermöglichen taktische Holster das schnelle Zücken der Taschenlampe und verhindern gleichzeitig durch eine Sicherung, dass die Lampe leicht von einer unbefugten Person entwendet werden kann. Holster können mittels Schlaufen oder Clips am Gürtel befestigt werden. Komplexe Holster erlauben es ihren Trägern, die Taschenlampe samt Halterung in verschiedene Richtungen zu drehen. Dadurch kann ein Bereich vor dem Anwender ausgeleuchtet werden, während die Hände frei bleiben.

Quellen:

taschenlampe-led.eu/taktische-taschenlampe/
outdoor-ratgeber.net/taschenlampe-kaufberatung.html
www.taschenlampen-forum.de/threads/welche-lampen-nutzt-ihr-im-polizei-dienst.58617/